#rp26-Sprecher Dirk Schrödter: Schleswig-Holsteins Aufbruch in die digitale Souveränität

25.02.2026 - Während der Bund noch Lizenzen zählt, stellt der Minister für Digitalisierung und Medienpolitik ein ganzes Bundesland auf Open Source um.
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Foto von Dirk Schrödter. Er trägt Anzug, Krawatte, eine Brille. Dirk Schrödter lächelt in die Kamera
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Staatskanzlei.SH

Wir stecken in der Sackgasse: Abhängigkeiten von großen Software-Monopolisten bremsen Innovationen, gefährden den Datenschutz und machen den Staat erpressbar. Doch im Norden Deutschlands wird gerade das Betriebssystem der Verwaltung neu geschrieben. Das Motto: Open Source first, weg von Microsoft & Co. und hin zu echter digitaler Souveränität. Schleswig-Holstein begibt sich damit als erstes Bundesland auf einen konsequenten Weg. Dafür stark gemacht hat sich vor allem der Chef der Staatskanzlei und Digitalisierungsminister Schleswig-Holsteins Dirk Schrödter. Für ihn sind öffentliche Vergabeverfahren nicht bloß bürokratisches Übel, sondern strategischer Hebel für lokale Wertschöpfung und technologische Freiheit. 

Mit Leonhard Dobusch diskutiert Dirk Schrödter auf der #rp26 darüber, wie man das „Unmögliche“ in der Verwaltung umsetzt und warum „Public Money, Public Code“ keine bloße Forderung bleiben darf, sondern zur strategischen Notwendigkeit für ein souveränes Europa geworden ist. 

Vor seinem Amtsantritt als Chef der Staatskanzlei 2017 arbeitete Dirk Schrödter für das Finanzministerium des Landes Schleswig-Holstein und verantwortete die Finanzplanung und Budgetplanung sowie die föderalen Finanzbeziehungen. Außerdem ist er Dozent für Volkswirtschaftslehre und Öffentliche Finanzen an der Fachhochschule für Verwaltung und Dienstleistung des Landes Schleswig-Holstein

Leonhard Dobusch ist Professor für Betriebswirtschaft mit Schwerpunkt Organisation am Institut für Organisation und Lernen der Universität Innsbruck. Er ist Mitgründer und wissenschaftlicher Leiter des Momentum Instituts, Mitglied des ORF Stiftungsrats und bloggt regelmäßig bei netzpolitik.org.